Keeway Roller

Die Marke Keeway ist noch gar nicht so bekannt in Deutschland. Während Luxusroller ala SR 50 Factory, Runner oder Aerox im Oberen Preissegment die Spitze anführen, tummelt sich allerlei unbekanntes zwischen Chinaböller und Baumarktschrott.
Wer günstigt kauft, kauft oft teuer, das merkt man allerdings erst wenn die Reparaturkosten den Unterhalt in die Höhe treiben.
Zudem ist es ärgerlich, wenn das Transportgefährt öfters in der Werkstatt ist und somit die Angst vor der nächsten Panne den Fahrer ständig begleitet.
Als am­bi­ti­o­nierter Rollerfahrer, ist mir die Ausfallsicherheit, sprich die Qualität des Gefährts extrem wichtig, weshalb ich neben einem günstigen Anschaffungspreis auf die Verarbeitung besonders Wert lege.

Keeway

Keeway hat sich im Rollersegment hauptsächlich auf 25/50er Roller spezialisiert, im 125er Segment stehen aktuell 3 Modelle zur Auswahl.
Wer größeren Hubraum sucht wird leider enttäuscht, somit sind Keeway Roller wohl in erster Linie für jüngere Piloten oder Fahrer geschaffen, die es eher gemütlich angehen. Wer den Rennsport sucht, ist hier definitiv falsch.
Wem das egal ist, wird schnell die anderen Vorteile des Chinaböllers zu schätzen wissen. Die Roller sind robust konstruiert und bieten stressfreien Fahrspaß.
Ich selbst bin 1,85 m groß, fahre aktuell einen Keeway Roller Ry8 in der 50er Variante und fühle mich auf der Kiste wesentlich besser aufgehoben, als bei den vorhergehenden TGB oder Italjet Vertretern, die etwa in der selben Preisspanne liegen.


Keeway Roller Modelle

Die meist verkauften 25/50er Modelle, sind wohl:
Keeway Easy: In der 50er Version, stehen dem Roller 1,75 kw zur Verfügung, die für gemütliches Fahren ausreichend sind.
Keeway Ry6: In der 50er Version, stehen hier ganze 2,63 kw zur Verfügung. Zügig am Berg ist hier kein Problem.
Keeway Ry8: Mein persönlicher Favorit. Von Haus aus bringt er zwar nur 2,2 kw, hat jedoch in der SP Variante digitale Instrumente. Neidische Blicke unter Rollerkollegen sind hier garantiert. Wer seinen Roller abseits der öffentlichen Straße bewegt, hat es beim Ry8 mit dem Tuning besonders leicht. In zahlreichen Foren findet man Tipps und Kniffe, wie dem Leistungszwerg das eine oder andere km/h noch herauskitzeln lässt. Da ich meinen Ry8 im Straßenverkehr bewege, kam diese Form der Modifikation für mich nie in Frage.
Video Keeway Ry8 Leistungsgesteigert
Keeway Hacker 125: Rein vom Design her, spricht er eher die jüngere Generation an. Sportlich geschnitten, der Hingucker schlechthin. Die zur Verfügung stehenden 7,3 kw sorgen zudem, für flinkes agieren im Straßenverkehr.
Keeway Outlook 125: In seiner Form, erinnert der Outlook eher an einen klassischen Roller. Hier steht die Funktionalität und der Komfort in Vordergrund, was sich an der deutlich größeren Sitzbank zeigt. Mit 8,9 kw ist man zudem noch recht zügig unterwegs. Mein persönlicher Favorit im 125er Segment.


Keeway Roller im Langzeittest

keeway roller

keeway roller

Wie bereits geschrieben, fahre ich meinen Keeway Roller Ry8 seit längerem und bin voll und ganz zufrieden mit dem guten Stück.
Da ich zum eher schwereren Eisen gehöre, musste ich die Stoßdämpfer nach 9.200 km auswechseln. Weitere Verschleisteile sind bisher nicht angefallen.
Benzin rein, Öl rein und stressfrei losfahren – so macht Rollerfahren Spaß.

Keeway Roller Hintergrundinformationen

Die Fahrzeuge der Marke Keeway, werden seit 1999 von der Qianjiang Gruppe aus China vertrieben.
Deshalb werden die Motorroller häufig als Chinaböller bezeichnet.
Zubehör, wie Elektrostarte, Kickstarter oder Katalysator können aber durchaus auch von anderen Herstellern verbaut werden, der versierte Fachhändler steht hier beratend zur Seite.
In er Regel, werden die Motorroller in zwei Leistung Stufen angeboten, wie der F-Act oder der Matrix.
Während die Mofa Version mit etwa 1 PS auskommt, stehen der 45er Version deutlich mehr Leistung zur Verfügung.
In beiden Versionen ist jedoch ein 50 ccm Motor verbaut, oft entscheidet das Alter bzw. der Führerschein, für welchen Scooter man sich entscheidet.